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EVUs sollen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten


Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht vor, dass auch die EVUs einen aktiven Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten. Das erste Maßnahmenpaket beinhaltet unter anderem ein Effizienzmodell für Stromverteiler. Dafür wurde bei der Beratungsgesellschaft Ecofys eine Studie in Auftrag gegeben, die das BFE am 4. Dezember 2012 veröffentlicht hat.

Effizienzmodelle schaffen neue Nischenmärkte

Die Autoren vergleichen in der Studie die unterschiedlichen Effizienzmodelle verschiedener EU-Mitgliedsstaaten. Es zeigt sich, dass die Einführung von Effizienzmodellen beispielsweise in Italien, Dänemark und Frankreich dazu führte, dass neue Märkte für Energiedienstleistungen entstehen konnten. Zu den möglichen Nischenmärkten zählen beispielsweise Einsparmaßnahmen für öffentliche Gebäude, Contracting-Projekte oder Klimapartnerschaften.

Weiße Zertifikate

Von den ausgewerteten Effizienzmodellen ist aus Sicht der Autoren die Kombination von verpflichtenden Effizienzzielen mit weißen Zertifikaten das für die Schweiz am besten geeignete Modell. Mit weiße Zertifikate belegen EVUs hinsichtlich Menge und Zeitraum, dass bei den Konsumenten Energieeinsparungen durchgeführt wurden. Die Zertifikate können entweder genutzt werden, um das Erreichen der eigenen Verpflichtungen zu dokumentieren, oder aber an andere Akteure verkauft werden.

Heterogener Strommarkt

Es verträgt sich mit einem teilregulierten und vollliberalisierten Strommarkt, an dem eine große Zahl teils sehr kleiner Stromversorger aktiv sind. Im Vergleich zu anderen Modellen fällt der Eingriff in die Preissetzung der verpflichteten Unternehmen relativ gering aus und die Transaktionskosten können auf einem relativ niedrigen Niveau gehalten werden.

Der Endbericht zur Studie "Effizienzmodell für Schweizer Stromlieferanten" kann hier als PDF heruntergeladen werden.