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Energiewende-Navigator des BDI sieht Verschlechterung bei Energiewende


Der BDI hat seinem Energiewende-Navigator ein Update spendiert und legt damit eine Untersuchung der Energiewende aus Sicht der Industrie vor. Die Untersuchung orientiert sich dabei an den fünf Dimensionen Sauberkeit, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Akzeptanz und Innovation. Während die Bereiche Klima- und Umweltverträglihckeit wie bereits im Vorjahr als insgesamt positiv bewertet werden, gibt es aus Sicht des BDI vor allem in den Bereichen Versorgungsssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz Anlass zu Besorgnis.

 

Ausbauziele bei regenerativen Energien unrealistisch

„Die Entwicklung der Energiewende hat sich in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt verschlechtert. Die Energiewende gehört in die Generalrevision, rasche, beherzte und umfassende Reformen sind nötiger denn je“, sagte Ulrich Grillo, Präsident des BDI, anlässlich der Vorstellung des Navigators.

Mehr Direktvermarktung gefordert

Als Konsequenz fordert der BDI eine stärkere Ausrichtung der Energiewende nach Marktprinzipien, beispielsweise in Form einer stärkeren Direktvermarktung von Ökostrom. Gleichzeitg sprach sich der Präsident des BDI gegen die angestrebten Ausbauziele der erneuerbaren Energie von 35 Prozent in 2020 auf 45 Prozent im Jahr 2023 und bis zu 65 Prozent im Jahr 2033 aus, da dies unrealistisch und von Bürger und Industrie nicht bezahlbar sei.