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Schwarmstrom-Projekt entlastet Hamburger Stromnetz


Über einen Zeitraum von zwei Jahren habe Stromnetz Hamburg und Lichtblick den Einsatz von intelligent gesteuerten Blockheizkraftwerken im Hamburger Stromnetz getestet. Das Projekt hat gezeigt, dass sich durch den Einsatz flexibler Kraftwerke lokale Stromnetze entlasten lassen und so der Bedarf an Investitionen in Stromleitungen und Transformatoren reduziert werden kann.

Regulatorischer Rahmen für Flexiblitätsoptionen fehlt

Im Rahmen des Praxistests kamen im Hamburger Stadtteil Jenfeld insgesamt 10 ZuhauseKraftwerke von Lichtblick mit einer kumulierten elektrischen Leistung von 0,2 MW zum Einsatz. Die KWK-Anlagen versorgen mehrere Mietshäuser mit Heizenergie, die vor Ort gespeichert werden kann. Gesteuert wird der KWK-Verbund über eine zentrale Leitstelle, welche die Plattform SchwarmDirigent nutzt und die Kraftwerke anhand des Strombedarfs im Netz steuert. Üblicherweise wird der Fahrplan für KWK-Anlagen anhand der Börsenstrompreise optimiert. Das System war in der Lage mit einer Zuverlässigkeit von 97 Prozent zu Zeiten mit Nachfragespitzen Strom aus den Zuhausekraftwerken zu liefern. Trotzt der positiven Ergebnisse des Feldtests lassen sich die Erfahrungen noch nicht in ein funktionierendes Geschäftsmodell übertragen, da aus Sicht der Projektpartner anders als bei der Finanzierung des Netzausbaus durch Netzentgelte keine regulatorischen Anreize für die Bereitstellung von Flexibilitätsoptionen gegeben sind.