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Thüga-Gruppe nutzt erstmalig Gasnetz als Energiespeicher


Zum ersten Mal hat eine Power-to-Gas-Anlage in Deutschland in Wasserstoff umgewandelten Strom in das Gasverteilnetz eingespeist und nutzt dieses als Energiespeicher. Die Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe in Frankfurt soll Anfang 2014 ihren Betrieb offiziell aufnehmen. Bis Ende 2016 wollen die 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe Erfahrungen mit dem Betrieb der Anlage unter Praxisbedingungen sammeln.

PEM-Elektrolyseur wandelt Strom in Wasserstoff um

Das Herz der Anlage bildet ein PEM-Elektrolyseur von ITM Power. Dieser ermöglicht die Umwandlung von elektrischer Energie in Wasserstoff und macht den Strom damit speicherbar. Die Entscheidung fiel für die PEM-Technologie, da gegenüber den Alkali-Elektrolyseuren der Betrieb mit Wasser an Stelle von Kalilauge erfolgt und somit umweltschonender ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anlage so schneller auf neue Lastsituationen im Stromnetz reagieren kann.

Power-to-Gas Anlage erzeugt 60 m³ Wasserstoff pro Stunde

Eine Gasdruckregelmess- und Mischanlage gewährleistet, dass der Wasserstoffanteil eine Obergrenze von zwei Volumenprozent nicht überschreitet, was dem zugelassenen Höchstwert entspricht, wenn eine Erdgastankstelle in das Gasnetz eingebunden ist. Da der Elektrolyseur das Wasserstoff-Erdgas-Gemisch bereits mit dem für das Gasverteilnetz passenden Druck von 3,5 bar liefert, kommt die Anlage ohne einen zusätzlichen Verdichter aus. Im Betrieb beträgt die Stromaufnahmeleistung der Anlage 315 kW und sie ist in der Lage jede Stunde rund 60 m³ Wasserstoff zu erzeugen und im gleichen Zeitraum 3.000 m³ Erdgas, das mit Wasserstoff angereichert ist, in das Verteilnetz einzuspeisen.Die Gesamtinvestitionskosten für das Projekt liegen bei mehr als 1,5 Mio. €.


Bild: Mainova