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Baubeginn einer P2G-Demonstrationsanlage in Frankfurt


In Frankfurt ist gestern der Startschuss für eine Power-to-Gas-Demonstrationsanlage gefallen, die Strom aus Windkraft und Photovoltaikanlagen mit Hilfe des Elektrolyseverfahrens in Wasserstoff umwandeln wird. 13 Partner der Thüga-Gruppe wollen diese Speichertechnologie in einer dreijährigen Betriebsphase testen. Die Anlage soll ab Ende 2013 Strom in Wasserstoff umwandeln und in das kommunale Gasnetz einspeisen.

Umwandlung in Wasserstoff mit PEM-Elektrolyseur

„Die Erforschung und Entwicklung von Energiespeichern ist ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende. Die Speicher sollen die schwankende Einspeisung der erneuerbaren Energien mittel- und langfristig ausgleichen“ sagte Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG. Herz der Anlage ist ein Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseur des Unternehmens ITM Power. Diese Technologie wurde von den Projektpartnern ausgewählt, da anstelle der Kalilauge, die bei Alkali-Elektrolyseuren verwendet wird, Wasser im Betrieb zum Einsatz kommt und die Anlage damit umweltschonender ist.

Ab 2016 auch Umwandlung von Wasserstoff zu Methan geplant

Außerdem können PEM-Elektrolyseure schneller auf veränderte Lastsituationen im Stromnetz reagieren und benötigen weniger Fläche für die Installation. Die Anlage ist in der Lage stündlich 60 m³ Wasserstoff zu erzeugen, so dass jede Stunde 3.000 m³ mit Wasserstoff angereichertes Erdgas über eine Gasruckregel-/-mischanlage in das Netz eingespeist werden kann. Ab 2016 soll die Demonstrationsanlage erweitert werden und dann in der Lage sein, Wasserstoff in Methan umzuwandeln.


Bild: Mainova AG