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Technologiewettbewerb Smart Data des BMWi


Ein neuer Technologiewettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) soll dabei helfen, das Potenzial von Big Data in den Bereichen Industrie, Mobilität, Energie und Gesundheit zu erschließen. Gestartet wurde „Smart Data – Innovationen aus Daten“ im Rahmen des Smart Data-Kongresses, der am 12. November in Berlin in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Informatik e.V. und dem Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie stattfand.

Förderung für Smart Data - Leuchtturmprojekte

Projektvorschläge können noch bis zum 15. April beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) eingereicht werden, das mit der Durchführung des Wettbewerbs beauftragt wurde. Deutschland verfügt aufgrund der hohen Standards bei Datenschutz und Datensicherheit über gute Startvoraussetzungen für Smart-Data-Lösungen. „Das reicht aber nicht. Die Entwicklung auf diesem Gebiet ist rasant. Mit unserem Wettbewerb wollen wir daher Smart-Data-Lösungen erarbeiten, die eine zukunftsorientierte, rechtskonforme und wirtschaftlich effiziente Nutzung der wachsenden Datenvolumen erlauben und dabei hohe Standards sicherstellen“, so der parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto.

Steigende Datenvolumen wegen Smart Metering

Das Technologieprogramm „Smart Data“ ist eng mit der IKT-Strategie „Deutschland Digital 2015“ sowie dem Projekt „Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft“ der Hightech-Strategie 2020 verknüpft. Im Energiesektor sorgt vor allem die steigende Verbreitung von intelligenten Stromzählern für wachsende Datenaufkommen. Dies stellt auch die Energieversorger vor neue Herausforderungen bei der Auswertung der damit gewonnen Mess- und Verbrauchsdaten. Auch bei der Netzintegration regenerativer Energiequellen in die Übertragungsnetze und bei der Steuerung von Spannungsschwankungen und Ausfällen, kann Big Data in Verknüpfung mit entsprechenden Rechenmodellen die Systemstabilität und die Effizienz verbessern.

Real-Time Pricing und Segmentierung

Auch bei der Preisgestaltung ermöglichen intelligente Stromnetze neue Wege. Neben der Festlegung von Preisen in Echtzeit lassen sich durch die erhobenen Datensätze auch Kundengruppen präziser segmentieren, da detaillierte Informationen zu den individuellen Lastprofilen der verschiedenen Verbraucher vorliegen.

Verschiedene Studien gehen davon aus, dass der Umsatz im Bereich Big Data bis 2016 auf 15 Mrd. € weltweit ansteigen wird, davon allein 1,6 Mrd. € in Deutschland.


Weiterführende Informationen zum Technologiewettbewerb Smart Data und den Teilnahmebedingungen als PDF hier.