Folgen Sie uns auf
Schriftgröße

 

Leitfaden für EEG-Einspeisemanagement steht zur Konsultation


Die Bundesnetzagentur will beim EEG-Einspeisemanagement den Leitfaden anpassen, der die Ermittlung der Entschädigungszahlungen und deren Einfluss auf die Stromnetzentgelte regelt. Die Anpassungen des Leitfadens, der bisher ausschließlich die Windenergie berücksichtigte, wurden notwendig, da in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen beim Einspeisemanagement durchgeführt wurden, von denen Biomasse- und Photovoltaikanlagen betroffen waren.

 

Regeln zur Ermittlung der Entschädigungszahlungen für Photovoltaik und Biomasse

Der überarbeitete Leitfaden soll zukünftig auch die Regeln für die Ermittlung von Entschädigungszahlungen in den Bereichen Biomasse, Biogas und Photovoltaik enthalten. Benötigt wird ein solcher Leitfaden, da das EEG nicht im Detail festlegt, nach welchen Prinzipien die Ermittlung der Entschädigungszahlung erfolgen muss. Beim Einspeisemanagement können Netzbetreiber die temporäre Reduzierung der Einspeiseleistung von EEG-, KWK- und Grubengasanlagen anfordern, um damit eine Überlastung der Netze zu verhindern.

Anpassung an EnWG und EEG 2012

Geregelt ist dies in §11 EEG. Im Gegenzug muss der Netzbetreiber eine Entschädigung zahlen, deren Höhe 95 Prozent der entgangen Einnahmen beträgt, bereinigt um zusätzliche und ersparte Aufwendungen. Ein weiterer Punkt, in dem sich die aktuelle Version von der ersten Version des Leitfadens vom 29. März 2011 unterscheidet, sind die Anpassungen, die durch eine veränderte Rechtslage notwendig geworden waren. Konkret betrifft dies die Änderungen durch das EnWG 2011 und das EEG 2012.

Der aktuelle Entwurf des Leitfadens in der Version 2.0 kann bei der Bundesnetzagentur hier eingesehen werden und Marktteilnehmer können noch bis zum 15. August Stellung beziehen.