Folgen Sie uns auf
Schriftgröße

 

Revision der EnV ermöglicht Eigenverbrauch und führt Einmalvergütungen für Solaranlagen ein


Der Schweizer Bundesrat hat am 7. März 2014 die Revision der Energieverordnung (EnV) verabschiedet und ermöglicht damit ab dem 1. April 2014 den Eigenverbrauch von Solarstrom. Dies gilt auch dann, wenn der Strom von Mietern einer Liegenschaft verbraucht wird. In der Vergangenheit hatten einzelne Energieversorger den Eigenverbrauch nicht zugelassen.

Einmalvergütung ergänzt KEV-Förderung in der Schweiz

Kleinere Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von weniger als 10 kW erhalten nun einen einmaligen Zuschuss zu den Investitionskosten. Betreiber von Anlagen in der Größenklasse zwischen 10 und 30 kW können zukünftig zwischen einem einmaligen Zuschuss und der kostendeckenden Einspeisevergütung frei wählen. Profiteure der neuen Regelung sind vor allem die Interessenten, deren mehr als 30.000 Photovoltaik-Projekte derzeit auf der KEV-Warteliste stehen. Der Schweizer Solarverband Swisssolar erwartet, dass die Warteliste durch die Einmalvergütung bis Anfang 2015 um mehr als die Hälfte abgebaut werden kann. Während die Wartezeit auf der KEV-Warteliste abhängig vom Anmeldedatum mehrere Jahre dauern kann, ist die Zahlung des einmaligen Investitionskostenzuschusses mit Ausnahme der verfügbaren Mittel an kein Kontingent gebunden. Die Einmalvergütung steht allen Anlagenbetreibern offen, deren Anlage nach dem 1. Januar 2013 in Betrieb genommen wurde. Betreiber älterer Anlagen können diese nur beantragen, wenn sie bis Ende 2012 auf der KEV-Warteliste eingetragen waren.Anlagen, die nach dem 1. Januar 2013 in Betrieb genommen wurden, erhalten eine Einmalvergütung, die zwischen 850 und 1.200 Franken je kW liegt, ergänzt wird diese Förderung um einen Grundbetrag, der je Anlage zwischen 1.400 und 2.000 Franken liegt. Für kleinere Anlagen mit einer Leistung von weniger als 2 kW besteht kein Anspruch auf Einmalvergütung.

Das Faktenblatt zur Einmalvergütung für kleinere Photovoltaik-Anlagen kann hier abgerufen werden.