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Bundesnetzagentur bestätigt Netzentwicklungsplan 2013


Der Netzentwicklungsplan Strom (NEP Strom) und der Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) wurden von der Bundesnetzagentur bestätigt. Aufgrund der langen Erarbeitungs- und Konsultationsphase liegen beiden Plänen noch die Ausbauszenarien für Strom aus regenerativen Energiequellen zugrunde, die vor den Zielsetzungen des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und SPD galten.

Energiepolitische Ziele der Großen Koalition noch nicht berücksichtigt

Dementsprechend werden die veränderten Zielsetzungen, wie sie beispielsweise den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland betreffen, erst in die Netzentwicklungspläne für 2014 einfließen. Gleichzeitig mit den Netzentwicklungsplänen hat die Bundesnetzagentur auch eine überarbeitete Fassung des ebenfalls jährlich erscheinenden Umweltberichts veröffentlicht. Insgesamt hatten die Übertragungsnetzbetreiber in ihrem Entwurf für den NEP Strom 2013 90 Maßnahmen und für den O-NEP 2013 zehn Offshore-Anbindungsleitungen vorgeschlagen. Von diesen bestätigte die Bundesnetzagentur 56 beziehungsweise acht Maßnahmen.

Netzverstärkung statt Neubau von Stromtrassen

Zu den wichtigsten Änderungen gegenüber dem Vorjahr zählt ein deutlicher Zuwachs bei den netzverstärkenden Maßnahmen in bereits bestehenden Trassen. In dieser Entscheidung spiegelt sich die Ansicht der Bundesnetzagentur wider, dass vor einem Neubau von Stromtrassen zunächst die Potenziale der Netzverstärkung und –optimierung ausgeschöpft werden sollten. Insgesamt betreffen die genehmigten Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen eine Netzlänge von rund 2.800 km, die bestätigten Neubautrassen erreichen eine Gesamtlänge von rund 2.650 km. Die diesjährige Überprüfung der Vorhaben hat den Großteil der Vorhaben bestätigt, die sich bereits im Bundesbedarfsplangesetz finden. Dieses Gesetz orientiert sich an dem im NEP 2012 bereits ermittelten Netzausbaubedarf und bildet damit die Basis für die konkreten Planungsverfahren.