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Monitoringbericht 2012 der Bundesnetzagentur


Die Bundesnetzagentur hat gemeinsam mit dem Bundeskartellamt den Monitoringbericht 2013 veröffentlicht, in dem die Entwicklung auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten im Jahr 2012 dargestellt wird. Geprägt wird diese von dem anhaltenden Zubau an Kraftwerken, die bei der Stromerzeugung auf regenerative Energiequellen wie Sonne, Wind oder Biomasse setzen.

Photovoltaik beherrscht Zubau an Erneuerbaren in 2012

Zurückzuführen ist dieser Zuwachs in 2012 vor allem auf die Solarenergie mit einer neu installierten Kapazität von 7,6 GW. Bei der Onshore-Windenergie fiel der Zubau mit 1,5 GW deutlich geringer aus. Insgesamt betrugen die Erzeugungskapazitäten zum Jahresende 2012 in Deutschland 178,3 GW, davon 75,6 GW aus erneuerbaren Energieträgern.

Wettbewerb im Stromhandel gegeben

Die Folge dieser Entwicklung ist, dass der Netzausbaubedarf steigt, um bei gleichbleibender Versorgungssicherheit diese Kapazitäten in das Energiesystem zu integrieren. Netzumbau und die Entwicklung bei den Erzeugungskapazitäten wirken sich laut dem Monitoringbericht auch auf die Endkundenmärkte aus. Sowohl im Stromgroßhandel wie auch im –einzelhandel entwickelte sich der Wettbewerb während des Berichtszeitraums positiv. So können die Verbraucher im Stromeinzelhandel aus einem breiten Angebot einen Stromlieferanten wählen. Gleichzeitig beobachtet der Monitoringbericht einen deutlichen Anstieg bei den Endkundenpreisen und führt dies maßgeblich auf den Anstieg der EEG-Umlage zurück. Da ein hoher Anteil des Strompreises von staatlichen Vorgaben bestimmt ist, verbleibt nur ein relativ geringer Teil des Endkundenpreises, der tatsächlich von Wettbewerbsbedingungen beeinflusst wird.

19 Mrd. € für EEG-Anlagen

Insgesamt entsprach der Bestand der nach dem EEG vergütungsfähigen Anlagen Ende 2012 einer installierten Leistung von 71 GW, was einem Zuwachs von rund 9,3 GW gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Anlagen erzeugten insgesamt 118.330 GWh EEG-geförderten Strom, für die Vergütungen sowie Markt- und Flexibilitätsprämien in Höhe von rund 19 Mrd. € gezahlt wurden.

Netzausbau langsamer als geplant

Beim Netzausbau nach den Vorgaben des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) stellt der Monitoringbericht Verzögerungen bei dem Großteil der geplanten Leitungen fest. Der Monitoringbericht geht daher davon aus, dass bis 2016 nur rund die Hälfte der geplanten EnLAG-Vorhaben tatsächlich umgesetzt sind. Die vier Übertragungsnetzbetreiber hatten im Jahr 2012 insgesamt rund 1,2 Mrd. € in die Netzinfrastruktur investiert.