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Abschaltung erneuerbarer Energien für Netzsicherheit


Der Verteilnetzbetreiber Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom (MITNETZ STROM) hat im vergangenen Jahr die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien fast doppelt so häufig gedrosselt wie noch in 2011. Durch den steigenden Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung kommt es in Ostdeutschland auch in den Verteilnetzen zunehmend zu Netzengpässen. „In keiner anderen Region Deutschlands entstehen ohne Rücksichtnahme auf die vorhandenen Stromnetze und die bestehende Stromnachfrage so viele leistungsstarke Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie hier“, sagt Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer des enviaM-Netzbetreibers MITNETZ-Strom

Begrenzung für Netzsicherheit

EEG und EnWG sehen vor, dass Netzbetreiber aus Gründen des Netzsicherheitsmanagements die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen begrenzen können, wenn anderenfalls eine Überlastung des Stromnetzes droht.

Deutlich mehr Fälle als 2010 und 2011

Noch im Jahr 2010 musste der Betreiber nur in 16 Fällen eingreifen, 2011 kam es zu 51 Eingriffen und im Vorjahr wurde 97 Mal die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen, vor allem aus Sonnenenergie und Windkraft, begrenzt. Regionale Schwerpunkte der Drosselung in 2012 waren Brandenburg und Sachsen-Anhalt. MITNETZ STROM wird in den kommenden zehn Jahren mehr als 1 Mrd. € in die Entwicklung der eigenen Stromnetze investieren, um die Netzengpässe zu beheben.


 Bild: MITNETZ STROM