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BFE veröffentlicht Bericht zu Entwicklungen auf Schweizer Strommarkt


Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) hat dem Bundesrat zum ersten Mal einen Bericht vorgelegt, der ein Fazit der Entwicklungen auf dem Schweizer Strommarkt seit dem Inkrafttreten der Stromversorgungsgesetzgebung zieht. Dazu verpflichtet das BFE Art. 27 Abs. 3 der Stromversorgungsverordnung. Unterstützt wurde das BFE bei der Erstellung von EICom und BET Dynamo.

 

Positive Wettbewerbsentwicklung dank EU-Großhandelspreisen

Das StromVG sieht eine Teilmarktöffnung für Endverbraucher vor, deren Jahresverbrauch den Bezug von 100 MWh überschreitet. Der Bericht bewertet die Entwicklung des Wettbewerbs im geöffneten Marktsegment positiv und macht dafür vor allem die Entwicklung der Großhandelspreise in der Europäischen Union verantwortlich. Im internationalen Vergleich bewertet der Bericht das Schweizer Preisniveau für die Grundversorgung als günstig und hebt hier insbesondere den Anteil der Energiepreise hervor. Während die Versorgungsqualität ein hohes Niveau erreicht, beobachten die Autoren jedoch Indizien, die darauf hinweisen, dass die Übertragungskapazitäten ausgeschöpft sind.

Weiteres Verbesserungspotenzial bei Rahmenbedingungen

Gleichzeitig beobachtet der Bericht einen Anstieg beim Stromaußenhandel und bewertet die Regelungen des StromVG in der Summe als zweckmäßig. Weiter verbessern ließen sich dem Bericht zufolge die Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsentwicklung. Die Autoren verweisen hier unter anderem auf die Regulierung des Messwesens, die Regulierung der Grundversorgung im Fall einer vollständigen Marktöffnung, die Gestaltung der Netzregulierung und die Einbindung des Schweizer Strommarktes in die Europäische Union.

Download des Berichts "Versorgungssicherheit und Wettbewerbsentwicklungen unter dem StromVG und der StromVV" als pdf.