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Forschungskooperation für intelligente Netze an der FH Lübeck


Die FH Lübeck plant mit den Stadtwerken Lübeck ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, in dem Technologien und Lösungen einer effizienten und umweltfreundlichen Energienutzung und –verteilung untersucht werden sollen. Die zunächst auf zwei Jahre angelegte Vereinbarung, die am 29. November 2013 unterzeichnet wurde, sieht auch eine Forschungsstelle am Wissenschaftszentrum für Intelligente Energienutzung (WiE) an der FH vor, die von der Netzgesellschaft gefördert wird.

 

Praxisorientierte Lösungen für intelligente Stromnetze

„Smart Grids und intelligente Netze und Zähler sind in aller Munde. Rund 92 Millionen Treffer hierzu liefert Google. Nur wie genau die Steuerung der Erzeugungsanlagen vor Ort geschehen kann, in welcher Form und über welche Schnittstellen der hierfür notwendige Datenaustausch schnell und effektiv vorgenommen werden soll, - für einen Großteil dieser Fragestellungen gibt es bisher keine Antworten, die die Aspekte von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit überzeugend und praxisorientiert – kurzum: intelligent - miteinander verknüpfen“, erläutert Marcus Böske, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH. Das gelte auch für die Einbindung und Anpassung der Haustechnik, wenn es darum geht, die Waschmaschine dann laufen zu lassen, wenn Strom besonders günstig ist und wie dies dann alles abgerechnet werden kann gegenüber den Lieferanten und den Verbrauchern von Energie.  

Schlüsselstellen eines stabilen Stromnetzes

Auf der ersten Projektstufe sollen zunächst Handlungs- und Technologiefelder ermittelt werden, denen eine besondere Bedeutung für die Stabilität der Stromnetze zukommt. Weiterer Themen der Untersuchungen sind die verschiedenen Konzepte im Bereich der intelligenten Messsysteme und Zähler für das Last- und Erzeugungsmanagement. Eingebunden ist das Projekt in ein breites Netzwerk, das Wissenschaftszentrum für intelligente Energienutzung (WiE), das aus verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen und Energie- und IT-Unternehmen aus dem norddeutschen Raum besteht.

Regionale und intelligente Energieversorgung

„Mit dem Umdenken hin zu einer sichereren Energiegewinnung, insbesondere nach Fukushima, ergibt sich ein Handlungsbedarf in allen Bereichen der Energieerzeugung, -verteilung und –nutzung. Die Einbettung des Vorhabens in das WiE ist ein wichtiger Schritt in das komplexe Themenfeld der Energieversorgung und –wirtschaft. In diesem Zentrum befassen sich die Akteure mit neuen und innovativen Ideen, Methoden und Verfahren zum Ausbau regionaler Energieinfrastrukturen zur intelligenten Energieversorgung, Energiezähler-Konzepten für zeitnahe Eigenverbrauchskontrolle, automatisierter Lastgangskontrolle oder auch mit der Möglichkeit der Nutzung dynamischer Tarife“, skizziert Prof. Dr. Cecil Bruce-Boye, Leiter des Wissenschaftszentrums für intelligente Energienutzung an der Fachhochschule Lübeck den Forschungsansatz und Projektrahmen. „Die ausgewiesene Forschungsstelle im WiE wird durch die doppeldiplomierte Bachelor of Science Mareike Redder bestens besetzt. Das Thema ihrer Masterarbeit ‚Entwicklung eines smart meter Managementsystems‘ ist eine hervorragende Grundlage für die Umsetzung der formulierten Forschungsziele“, ergänzt Professor Bruce-Boye.