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Forschungsmittel bewilligt: Lithium-Ionen-Produktion am KIT


Beschichtung mit Elektrodenmaterial

Das KIT erhält vom BMWI Fördergelder für den Aufbau einer Kleinserien-Produktion von Lithium-Ionen-Zellen. Ziel ist es, in der Forschungsfabrik neue Produktionstechnologien zu entwickeln und zu testen. „Wir wollen den Pfad bisher bekannter Fertigungstechnologien verlassen und völlig neue Produktions- und Integrationsverfahren für Lithium-Ionen-Zellen entwickeln“, sagt Andreas Gutsch, Koordinator des Projekts Competence E am KIT.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau beteiligt

Für die Elektrodenmaterialien bedeutet dies neue Trocknungs-, Beschichtungs- und Kalendriertechniken sowie für die Zellen neue Assemblierungsverfahren. Aufbau und Entwicklung der Fertigungslinien soll in Zusammenarbeit mit deutschen Zulieferern erfolgen, um so den deutschen Maschinen- und Anlagenbau zu stärken. Entstehen soll die Fertigung in einer rund 1.500 m² großen Produktionshalle auf dem Gelände des Campus Nord des KIT. Bereits im Februar 2013 sollen die ersten Maschinen ihren Betrieb aufnehmen. Hinsichtlich der Einsatzgebiete der Batterien liegt der Schwerpunkt bei elektrischen Nutzfahrzeugen sowie bei stationären Speichern für Privathaushalte und industrielle Anwendungen.

Kostensenkung für Batteriespeicher

Das KIT stellt die gesamte Infrastruktur im Rahmen eines Verwertungsplans allen Unternehmen mit Wertschöpfung in Deutschland zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten um als Unternehmen von der Fertigungsanlage zu profitieren sind Lizenznahme und Auftragsforschung.

Das KIT will bis 2018 in der Lage sein, Batteriesysteme mit einer Energiedichte von 250 Wh/kg bei Kosten von 250 €/kg zu fertigen.


Quelle: KIT | Bild: KIT / M. Lober